| MS - Multiple Sklerose-Behandlung |
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© Klaus Gusowski |
Für Ärzte, Physiotherapeuten und Ergotherapeuten Literatur: Wötzel, Wehner, Pöllmann, König Ein Kursskript wird ausgegeben. |
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MS - Multiple Sklerose-Behandlung
Behandlung der Multiplen Sklerose unter funktionellen Gesichtspunkten
Das Krankheitsbild der Multiplen Sklerose stellt für den Physio- und Ergotherapeuten eine große Herausforderung dar. Die Vielzahl möglicher Symptome, die sich beinahe über die ganze Palette der zentralen Neurologie erstrecken, macht es dem Behandler schwer, ein geeignetes, auf seinen Patienten zugeschnittenes Behandlungskonzept zu entwickeln. Erschwerend kommt die Minderung der Belastbarkeit bei einer großen Zahl von Patienten durch die Fatigue-Symptomatik. Der Fortschritt der Erkrankung mit der Verstärkung der bestehenden aber auch mit neu hinzukommenden Problemen macht eine permanente Neuorientierung am Patienten erforderlich.
Ziel des Kurses ist es:
- den Teilnehmer in die Lage zu versetzen, seinen Patienten zielgerichtet und aktiv zu behandeln
- die Ressourcen des Patienten aufzudecken und einen Behandlungsweg zu finden
- die Aktivität des Patienten zu fördern und die Leistungsgrenze anzustreben aber nicht zu überschreiten
Basiskurs:
Dafür dient zunächst eine Einführung in das Krankheitsbild der Multiplen Sklerose. Die Lokalisation der Entzündungsherde bestimmt die speziellen Schwierigkeiten der Patienten auf dem sensomotorischen aber auch kognitiven und vegetativen Sektor. Die typischen MS-Symptome der Fatigue und das Uhthoff-Phänomen mit ihrem Einfluss auf das Leistungsvermögen des MS-Patienten wird in die Therapievorschläge einbezogen. Schwerpunkt bildet die Plus-Symptomatik, d. h. Spastik durch cerebrale und spinale Herde hervorgerufen. Transfer-Techniken sind ebenso Inhalt wie auch der gezielte Aufbau den Alltag erleichternder Aktivitäten. Gezielte Angebote zur Erfassung und Behandlung der Kontinenzproblematik schließen den Kursteil ab. Bobath-Instruktor und physiotherapeutischer Leiter eines neurologischen Rehabilitations- und anerkannten MS-Zentrums.
Aufbaukurs:
In der enormen Breite der möglichen Symptome und Behinderungen der MS-Patienten wird ein Vorgehen in der Befunderhebung nötig, die die zentralen Probleme herausarbeitet und ein gezieltes Behandeln ermöglich. Dieser Befund ist Teil des klinischen Denkprozesses (clinical reasoning), der für den Patienten die effektivste Therapie unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse (EBM, EBP) herausarbeitet. Zentrale Themen dieses Aufbaukurses sind die Rumpfschwäche (Core-stability), die Arm- und Handfunktion, Beeinträchtigungen der Atemfunktion und Versorgung mit Hilfsmitteln für die Fortbewegung, den Alltag und die Selbsthilfe.
